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Lach Dich, Shub!

Komödiant Peter Shub gastierte auf der Goldacher Aula-Bühne

goldach. Er reist mit Zirkussen um die Welt, lädt zu Clown-Workshops ein oder mischt bei Fernsehsendungen mit. Egal, was der New Yorker Peter Shub tut, er bringt Menschen zum Lachen. In «Nice Night for an Evening» bot er Comedy, Pantomime und Clownerie in einem.

rosmarie lutz

Für einmal sassen die Zuschauer nicht in Reihen, sondern gemütlich an kleinen Tischen. «Kultur i de Aula» lud am Freitagabend zum Special Event. Ausverkauft war Shubs Solostück schon im Februar. Wer das Glück hatte, eine Karte zu besitzen, wartete gespannt im Dunkeln und lauschte der englischen Ansage, die durch die Lautsprecher plätscherte. «Welcome Ladys and Gentlemen. Welcome for a nice evening.»

Ohne Worte

Scheinwerfer fallen auf die Bühne. Einer hängt mit ernster Miene am Garderobenständer. Mit dabei sind auch seine wichtigsten Requisiten: ein weisser Koffer und Toilettenpapier. Die rote Clownnase fehlt, der schiefe Hut, das Mimenspiel und die Gestik lassen schmunzeln. Gekonnte Pantomime wird das Publikum durch den ersten Programmteil begleiten. Shub beginnt sich einzurichten, schraubt am Mikrofon herum, stellt den Koffer auf den Tisch. Ohne Worte, mit grossen Augen, verlegen, zurückhaltend. Er kramt eine Plastikpistole hervor und zwingt damit einen Flügel-Korkenzieher, die Hände hochzuhalten – der erste spontane Lacher folgt.

Peter Shub verfolgt kein Thema, sondern präsentiert Situationskomik am Laufmeter. Er schaut sich sein Publikum genau an, imitiert es, baut eine nonverbale Kommunikation zwischen Zuschauer und Bühne. Er liest zögernd ein Kochbuch vor, möchte eine Englischlektion erteilen, frisiert ein Basilikum und verteilt die duftenden Blätter feierlich wie eine Hostie. Dann zeigt er sich als Tourist, versucht sein Stativ zu küssen. Er entführt den Schuh eines Zuschauers, der ein Plüsch-Stinktier in Ohnmacht fallen lässt und führt einen imaginären Hund spazieren, was gar nicht so einfach ist. Die Ideen zum Programm scheinen dem Alltag entsprungen zu sein, werden so spontan verstanden wie angeboten und holen vereinzelt sogar Besucher auf die Bühne.

Ewiges Lächeln

In der Pause gibt es witzige Erfinder-Clips auf der Leinwand, danach Geschichten in Englisch. Was das neuste Diagnoseinstrument in Spitälern sein könnte (für jeden Patienten eine Mundharmonika), wie Shub drei Stunden auf der Rolltreppe auf die rettende Polizei warten musste, weil der Strom ausgefallen war oder was sich der Mann wohl mehr wünscht, ein langes Gedächtnis oder einen langen Penis.

Und als die Show zu Ende geht, bedankt sich der Künstler nicht nur beim Publikum, sondern bei seinen Eltern, die es möglich gemacht haben, dass er in Goldach sein kann und bei seiner Frau und den Kindern, die es nötig gemacht haben. Der Abschied wollte kein Ende nehmen, denn Shub stand auf der Bühne, winkend, noch als die Musik längst verstummt war. Schickte er sich an, die Bühne zu verlassen, begannen die Leute zu klatschen, und er kam flink zurück. Tapfer winkte er dann weiter, mit der Gewissenhaftigkeit eines Clowns der dem Publikum ewiges Lächeln wünscht, was ihm beinahe gelungen ist.

 

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