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Aus dem Tagblatt vom 10.03.2008: St. Galler Tagblatt AG
«Kultur i de Aula» liess die sehr gut besuchte 13. Saison ausklingen - das Programm 08/09 verspricht Ungewohntes

Goldach. Am Samstag ging in der Aula eine wiederum erfolgreiche Kultur-Saison zu Ende. Das Theaterkabarett Birkenmeier Vogt überzeugte mit einer nachdenklich stimmenden Darbietung.
Lea Müller

370 verkaufte Kultur(s)pässe, ein volles Haus und Kleinkunst auf hohem Niveau - das Team von "Kultur i de Aula" kann für die vergangene Saison wie gewohnt eine positive Bilanz ziehen. Vereinzelte Kritik aus dem Publikum, dass das Programm im Vergleich zum Vorjahr weniger Abwechslung und viel schwere Kost beinhaltet habe, bereitet den Veranstaltern keine Sorgen. "An jedem Kulturabend gab es Gäste, die absolut begeistert waren", sagt Werner Stuber. "Wir müssen das Risiko eingehen, nicht immer das gesamte Publikum anzusprechen."

Verhaltene Lacher
Sibylle Birkenmeier, Felicitas Vogt und Michael Birkenmeier zeigten mit ihrem Theaterkabarett keine Weichspülgang-Comedy, die von vielen Schenkelklopfern lebt. Es wurde leise sinniert, laut geflucht und vor allem eins: das Publikum nachdenklich gestimmt. Das mehrfach ausgezeichnete Trio aus Basel deckte Schwachstellen unserer Gesellschaft auf und brachte sie treffend auf den Punkt. Die Themen ihres Programms "Schillernd - oder wie das Leben so spielt" waren Bildung, Gesundheit und Soziales. So wurden "gut bezahlte Nichtarbeitsplätze" gefordert, "gewaltfreie Kommunikation" geübt und das "Kistentum" besungen. Der Kabarettabend war gespickt mit schauspielerischen und musikalischen Höhepunkten. Vogt und die Birkenmeiers schafften es, das Publikum auf unterhaltsame Weise aufzurütteln. Spätestens als sie am Schluss sangen: "Ich möchte mich so gerne kennen lernen, aber dazu fehlt mir einfach der Mut", wurde klar, dass es ihnen auch um Selbstkritik geht. "Schillernd - oder wie das Leben so spielt" sorgte im Publikum nur für verhaltene Lacher. "Ich war viel zu sehr darauf konzentriert, den vielen Gedankengängen folgen zu können", erzählte ein Gast. Die Künstlerin Sibylle Birkenmeier bezeichnete das Goldacher Publikum als sehr aufmerksam: "Uns fiel auf, dass das Publikum sehr offen war und gut zuhörte."

Erfolgreiche Kindervorstellung
Organisator Guido Schwalt blickt zufrieden auf die 13. Saison zurück: "Wir durften mehrmals über 200 Besucher in der Aula begrüssen. Das ist national gesehen sensationell." Auch die Kulturpässe waren bei den Gästen nach wie vor beliebt - es wurden gleich viele verkauft wie in der zwölften Saison.

Als besondere Höhepunkte dieser Saison nennt Schwalt die ausverkauften Abende mit dem Chaostheater Oropax und der A-cappella-Formation Mainstreet. Zur grossen Freude der Veranstalter war auch die Kindervorstellung seit langem wieder sehr gut besucht. Das Team von "Kultur i de Aula" möchte an seinem Konzept festhalten und die Anzahl Kultur-Abende beibehalten. Das Programm soll weiterhin ein möglichst grosses Spektrum der Kleinkunst aufzeigen. Das Künstlerengagement sorge im Team auch mal für heftige Diskussionen, erzählt Werner Stuber. "Wir haben den Druck, ein Programm zu machen, das einige Zugpferde enthält und trotzdem für jeden etwas dabei hat."

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