Neuer Look für Kultur i de Aula
Kultur i de Aula wartet auf die 15. Saison hin mit neuer Homepage und handlicherem Reservationssystem auf. Programmlich bleiben die Organisatoren aber auf der bewährten Schiene mit Kabarett, Musik und Comedy
Corina Tobler
GOLDACH. Es sei einfach Zeit geworden für einen frischen Anstrich, begründet Werner Stuber von Kultur i de Aula die vielen Neuerungen. «Zum zehnjährigen Bestehen haben wir eine Saison lang die besten Acts aus den vergangenen Jahren noch einmal verpflichtet. Für die 15. Saison wollten wir uns etwas anderes einfallen lassen und fanden, vierzehn Jahre mit dem gleichen Internetauftritt, der noch dazu wenig umfangreich war, seien genug.»
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Stuber, der einst die Idee zu Kultur i de Aula mitentwickelte, war bei der Image-Auffrischung federführend. Die offensichtlichste Neuerung ist das neue Design der Homepage und des Jahresprogramms, das morgen in den Haushalten verteilt wird. «Mit dem Design haben wir die St. Galler Werbeagentur Vitamin 2 beauftragt. Das Plakat mit dem Programm soll jünger wirken. Deshalb erhält es jedes Jahr einen anderen Hintergrund. Heuer ist es eine Wiese, sozusagen ein Symbol für den zweiten Frühling von Kultur i de Aula», sagt er.
Die Homepage hat aber nicht nur ästhetische Änderungen erfahren, sondern auch mehr Gehalt bekommen. So gibt es neu ein Gästebuch und eine Galerie, ebenso eine Rubrik «Team», wo sich die fünfzehn Organisatoren genauer vorstellen. «Es ist in der Region wenig bekannt, wer eigentlich genau hinter Kultur i de Aula steht, das möchten wir nun ändern und vermehrt als Gruppe wahrgenommen werden.»
Frühere Reservation möglich
Innerhalb des Teams gab es ebenfalls Veränderungen, und zwar vor allem betreffend der Arbeitsaufteilung. «Der Aufwand war oft sehr ungleich verteilt oder generell grösser als nötig.» Dies trifft vor allem auf den Bereich des Ticketverkaufs zu. «Bisher war der Vorverkauf für uns mit grossem Aufwand verbunden. Wir mussten alle Kulturpässe von Hand anfertigen und die numerierten Plätze zuteilen. Zudem musste dauernd jemand am Telefon verfügbar sein, um die Reservationen entgegenzunehmen.» Dem schafft das neue Reservationssystem Abhilfe. Jetzt können Kulturpässe und Einzeltickets direkt übers Internet oder bei den Filialen der St. Galler Kantonalbank in Goldach und Rorschach bestellt werden. Eine Druckerei stellt die Pässe her, und die Platzzuteilung übernehmen die Gäste selbst: «Neu sind alle Plätze numeriert, also auch die für Einzeltickets. Wer ein Billett kauft, kann den Platz selbst auswählen.»
Das neue System ermöglicht es auch, den Vorverkauf der Einzeltickets zu verlängern: Statt nur zehn Tage vor dem Anlass können die Tickets für alle Veranstaltungen der Saison bereits ab 10. Oktober reserviert werden. Obwohl diese Veränderungen den Gewinn einiger Saisons verschlungen haben, ist Stuber überzeugt, dass sich die Imageauffrischung von Kultur i de Aula auszahlt. «Wir hoffen, dadurch auch für das jüngere Publikum attraktiver zu werden.»
Erfolgsrezept treu geblieben
Ganz alles ist aber doch nicht neu bei Kultur i de Aula: Bei der Zusammenstellung des Programms (siehe Kasten) hat das Team einmal mehr auf sein Erfolgsrezept vertraut: Kabarett, Comedy und Musik bilden erneut die Schwerpunkte. «Etwas müssen wir ja auch noch beim alten lassen», sagt Stuber schmunzelnd. Die Vorfreude auf die Saison ist bei ihm auch nach 15 Jahren noch riesig. «Das Programm verspricht tolle Abende, und mit der Verpflichtung von Pippo Pollina hat sich ein langgehegter Wunsch für mich erfüllt. Für solche Künstler lohnt sich jede Minute unserer Arbeit.»
